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Florian Hammel LL.M.

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Unfallversicherung

Unfallversicherung

  • Die private Unfallversicherung zahlt bei Eintritt eines Unfalles - je nach Umfang der Versicherung - eine vertraglich vereinbarte Leistung an den Versicherungsnehmer aus. Die wichtigsten Leistungsarten sind:
    • Invaliditätsleistung
    • Übergangsleistung
    • Unfalltagegeld
    • Krankenhaustagegeld
    • Genesungsgeld
    • Todesfallleistung

Unfall

  • Streitig ist häufig schon, ob ein Körperschaden durch einen Unfall hervorgerufen wurde. Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet, vgl. § 178 Abs. 2 S. 1 VVG.
  • Probleme entstehen, wenn der Versicherer behauptet, eine "Eigenbewegung" des Versicherten habe zu der Körperschädigung geführt, beispielsweise weil er sich durch Unachtsamkeit beim Aussteigen aus dem Auto den Fuß verstaucht hat. In diesem Fall liegt keine Einwirkung von außen vor, also kein Unfall. Anders ist dies, wenn ein Bodenhindernis (z.B. ein spitzer Stein) zu der Verstauchung geführt hat. Schon dieses Beispiel zeigt die schwierigen Abgrenzungsfragen zum Unfallbegriff auf. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Invaliditätsleisung

  • Bei der Invaliditätsleistung handelt es sich um die wichtigste Leistung der Unfallversicherung. Es handelt sich hierbei um eine vertraglich vereinbarte Summe, die je nach Schwere des nach dem Unfall verbleibenden Schadens, an den Versicherten ausgezahlt wird. Die Höhe der Leistung bestimmt sich also zum einen nach der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme und zum anderen aus dem Grad der Invalidität, der anhand der vertraglich verenibarten Gliedertaxe bestimmt wird.
  • Wichtig ist, dass diese Leistung eine nach dem Unfall verbleibende dauernde Beeinträchtigung der versicherten Person voraussetzt. So schuldet der Versicherer die für den Fall der Invalidität versprochenene Leistungen im vereinbarten Umfang, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person unfallbedingt dauerhaft beeinträchtigt ist. Eine Beeinträchtigung ist dauerhaft, wenn sie voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und eine Änderung dieses Zustandes nicht erwartet werden kann, vgl. § 180 VVG.
  • Zudem muss die Invalidität nach den meisten Bedingungswerken worden sein und
    • innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall beim Versicherer geltend gemacht worden sein
    • innerhalb von einem Jahr nach dem Unfall eingetreten sein oder
    • innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall ärztlich festgestellt werden.
  • Die Frage, ob ein Dauerschaden durch den Unfall eingetreten ist, wird durch Sachverständigengutachten geklärt, die der Versicherer in Auftrag gibt. Gibt es hierüber Streit, beispielsweise zur Frage, ob überhaupt ein Dauerschaden vorliegt, dieser durch einen Unfall hervorgerufen wurde, ob Vorschäden zu berücksichtigen sind oder zum Umfang der Beeinträchtigung, wird im gerichtlichen Verfahren ein unabhängiger Sachverständiger durch das Gericht beauftragt werden.
  • Das Versäumen der oben genannten Fristen bietet ebenfalls viel Streitpotenial in der Unfallversicherung, da die Fristversäumnis zum Verlust der Ansprüche führen kann. Allerdings kann der Versicherer sich auf die Fristversäumnis nur dann erfolgreich berufen, wenn der Versicherte nach Anzeige des Unfalls auf die Fristen in Textform hingewiesen wurde, § 186 VVG. Häufig unterbleibt dieser Hinweis, so dass trotz veräumter Fristen ein Prozess für den Versicherten erfolgreich sein kann.
  • Auch im Rahmen der Unfallversicherung spielt die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung eine bedeutende Rolle.
  • Zu allen diesen Fragen berät Sie unser Fachanwalt für Versicherungsrecht fachkompetent.