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Ihr Ansprechpartner für das Versicherungsrecht:

Florian Hammel LL.M.

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Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird meistens zusammen mit einer Lebensversicherung abgeschlossen und deckt das Risiko ab, voraussichtlich dauerhaft den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben zu können. In den Versicherungsbedingungen ist der Begriff der Berufsunfähigkeit in der Regel wie folgt definiert:"Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich dauernd außerstande ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht."Maßgeblich ist für die Beurteilung der Berufsunfähigkeit der zuletzt ausgeübte Beruf des Versicherten. Nach den meisten Bedingungen liegt Berufsunfähigkeit dann vor, wenn der Versicherte zu mindestens 50 % nicht mehr in der Lage ist, den zuletzt ausgeübten Beruf weiter auszuüben. In den neueren Versicherungsbedingungen wird auf die sogenannte "Verweisungsklausel" verzichtet, wonach der Versicherer berechtigt ist, den Versicherten auf eine vergleichbare andere Tätigkeit (Vergleichstätigkeit) zu verweisen.
  • Macht der Versicherte Ansprüche gegen den Versicherer geltend, weil er der Ansicht ist, er sei dauerhaft nicht mehr in der Lage, seinen konkret zuletzt ausgeübten Beruf weiter auszuüben, so wird der Versicherer regelmäßig einen Gutachter beauftragen, dies festzustellen. Der Versicherte ist insoweit zur Mitwirkung verpflichtet, anderenfalls kann der Versicherer die Leistung schon aus diesem Grund ablehnen. Auch diese Mitwirkungsobliegenheit ist in den Versicherungsbedingungen geregelt. Außerdem wird der Versicherer alle Arztunterlagen der vergangenen Jahre von den behandelnden Ärzten anfordern und prüfen, ob der Versicherte bei Abschluss des Versicherungsvertrages alle Angaben zu Vorerkrankungen konkret gemacht hat.
  • Häufig wird der Versicherer die Leistung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung ablehnen, weil er der Meinung ist, dass die Angaben im Antragsformular nicht wahrheitsgemäß oder vollständig waren. Hier sind jedoch vielfältige Hinweispflichten des Versicherers zu beachten. Auch für den Fall des wirksamen Rücktritts des Versicherers, muss dieser für den eingetretenen Fall der Berufsunfähigkeit die vereinbarte BU-Rente zahlen, wenn der nicht angezeigte Umstand nicht in ursächlichem Zusammenhang mit dem eingetretenen Versicherungsfall steht, beispielsweise wenn eine Depression, an der der Versicherte einige Zeit vor Abschluss des Vertrages erkrankt war, aus mangelnder Sorgfalt nicht angezeigt wurde und später Berufsunfähigkeit wegen eines Schlaganfalls eintritt, § 21 Abs. 2 VVG.
  • Unsere Beratung erstreckt sich über die gesamte Auseinandersetzung mit Ihrem Versicherer, gerne schon ab der Antragstellung (Leistungsfallbegleitung).  Hier können wir Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich des Versicherungsrechts und im Sozialrecht und unserem spezialiserten Anwaltspool nützliche Dienste leisten.
  • Gerne beraten wir Sie zu allen Problemstellungen, die im Zusammenhang mit der Berufsunfähigkeits(zusatz-)versicherung auftreten können. Es handelt sich hierbei regelmäßig um Fragen von großer (finanzieller) Tragweite für den Versicherten. Schon aus diesem Grund ist eine fachkompetente Beratung von einem Fachanwalt für Versicherungsrecht (RA Hammel) in diesem Themenkomplex unerlässlich. Eine Erstberatung kostet gemäß dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz maximal 249,90€ inkl. 19% MwSt.