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Ihre Ansprechpartnerin für das Sozialrecht:

Maja Lukač

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Künstlersozialversicherung

Selbständige Künstler und Publizisten sind durch das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) trotz ihrer Selbständigkeit in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert. Sowohl umsichtige Planung als auch vorausschauendes Handeln sind zwingende Voraussetzung, um Rückorderungen der Künstlersozialkasse bereits im Vorfeld vermeiden zu können. Bronhofer Lukač Langlotz & Partner beraten Sie oder Ihr Unternehmen umfassend zur Künstlersozialversicherung und zur Abgabepflicht (Künstlersozialabgabe).

Die Künstlersozialversicherung ist keine eigene Versicherung neben der Renten- oder Krankenversicherung, sondern schafft ein eigenes System der sozialen Absicherung für selbständige Künstler und Publizisten in der allgemeinen gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Nach dem KSVG pflichtversicherte Künstler und Publizisten sind im Vergleich zu anderen Selbständigen, die auf Antrag pflichtversichert sein können, insoweit begünstigt, als dass sie nur den halben Beitrag zur KSV entrichten müssen. Die andere Beitragshälfte wird von der KSK als Zuschuss zu den Beiträgen der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung erbracht.

Unternehmen, die nicht nur gelegentlich Aufträge an Künstler und Publizisten erteilen und deren Werke vermarkten, führen an die KSK eine so genannte „Künstlersozialabgabe“ ab. Dadurch und durch einen staatlichen Zuschuss werden die Leistungen der KSK an die Versicherten finanziert.

Die Abgabepflicht nach § 24 KSVG betrifft solche Unternehmen, die typischerweise und entsprechend dem Zweck ihres Unternehmens künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten (z.B. Verlage, Theater, Orchester, Rundfunk und Fernsehen, Galerien und Kunsthandel etc.), Eigenwerbung betreibende Unternehmen sowie solche Unternehmen, die unabhängig vom eigentlichen Zweck des Unternehmens nicht nur gelegentlich Aufträge an selbständige Künstler oder Publizisten erteilen, um deren Werke oder Leistungen für Zwecke des Unternehmens zu nutzen und damit Einnahmen zu erzielen.

Die Künstlersozialkasse entscheidet darüber, ob im Einzelfall eine Versicherungspflicht nach dem KSVG besteht. Damit das Verfahren zur Feststellung einer Versicherungspflicht von der KSK eingeleitet wird, sind selbständige Künstler und Publizisten (vor allem Berufsanfänger) verpflichtet, sich bei der KSK zu melden.

Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Die Entscheidung über die Einstufung als „Künstler“ im Sinne des KSVG ist oft schwierig.

Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in anderer Weise publizistisch tätig ist oder Publizistik lehrt.

Wegen geringfügigen Einkommens kann eine Versicherungsfreiheit nach § 3 Abs. 1 KSVG eintreten, wenn in einem Kalenderjahr das voraussichtliche jährliche Arbeitseinkommen aus selbständiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit € 3.900,00 nicht übersteigt. Dies gilt nicht für Berufsanfänger.

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht für Berufsanfänger (§ 6 KSVG) und Höherverdienende (§7 KSVG) die Möglichkeit, sich auf Antrag von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien zu lassen, um eine private Krankenversicherung abzuschließen.