Langlotz01 sml

Ihr Ansprechpartner für das Immobilienrecht:

Christopher Langlotz

WEG-Recht

Das Wohnungseigentum ist im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geregelt. Unter Wohnungseigentum versteht man das Sondereigentum an einer bestimmten Wohnung innerhalb eines Hauses, verbunden mit einem Anteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum (§ 1 Abs. 3 WEG).

Gerne begleiten wir Sie beim Kauf einer Wohnung, insbesondere im Zusammenhang mit allen Fragen rund um den Wohnungskaufvertrag, die Teilungsvereinbarung und ggf. anfallende Maklerprovisionen. Außerdem helfen wir bei der Begründung von Wohnungeigentum innerhalb einer bestehenden oder neu zu errichtenden Immobilie.

Wir stehen Ihnen auch gerne zur Seite, wenn es darum geht, Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft anzufechten oder zu erzwingen oder im Zusammenhang mit Streitigkeiten mit einzelnen anderen Wohnungseigentümern.

Dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), in dem das Eigentum an Grundstücken geregelt ist, ist eine Aufteilung von bestimmten Anteilen an einem Gebäude eigentlich fremd. Nach den Regelungen des BGB ist der Eigentümer des Grundstücks zugleich immer auch Eigentümer des auf dem Grundstück stehenden Gebäudes. Zwar kann ein Grundstück auch mehreren Eigentümern gehören, jedoch waren die Eigentümer immer nur zu einem bestimmten Anteil an dem Grundstück im Ganzen beteiligt (Miteigentum). Erst seit Inkrafttreten des WEG im Jahr 1951 ist es möglich, gesondertes Eigentum an einer bestimmten Wohnung in einem Haus zu erwerben.

Ein Haus besteht jedoch nicht nur aus Wohnungen, sondern aus einer Vielzahl weiterer Flächen und Einrichtungen, wie beispielsweise dem Eingangsbereich und dem Treppenhaus, der Heizungsanlage, Garten oder Hof, usw. Diese Flächen bzw. Einrichtungen gehören in der Regel den Wohnungseigentümern gemeinsam.

Nicht immer haben die Wohnungseigentümer übereinstimmende Vorstellungen davon, wie mit dem gemeinschaftlichen Eigentum umzugehen ist. So müssen sich die Wohnungseigentümer z.B. darüber verständigen, wie der Garten zu bepflanzen ist, ob es dort Spielmöglichkeiten für Kinder geben soll, ob diese ggf. wegen des Lärms zu bestimmten Zeiten nicht benutzt werden dürfen, wie häufig das Treppenhaus gereinigt werden soll, ob eine neue Heizungsanlage installiert werden soll und ggf. was für eine. Das WEG-Recht beschäftigt sich daher neben der Begründung von Wohnungseigentum auch mit der Frage, wie die Wohnungseigentümer solche Fragen der gemeinschaftlichen Nutzung des Grundstücks miteinander klären und entscheiden. Die Alltagsfragen werden dabei meist von der Hausverwaltung geregelt, wichtigere bzw. grundsätzlichere Entscheidungen müssen aber die Wohnungseigentümer miteinander treffen. Dies geschieht in der Eigentümerversammlung. Jedoch hat auch die Eigentümerversammlung nicht völlig freie Hand, was sie entscheidet. Sie muss auch auf die Belange einzelner Wohnungseigentümer Rücksicht nehmen und sie muss bei der Beschlussfassung bestimmte Formalien einhalten.

Eine Vielzahl der WEG-rechtlichen Streitigkeiten dreht sich daher um die Erzwingung und die Anfechtung von Beschlüssen der Eigentümerversammlung. Bei der Anfechtung von Beschlüssen der Eigentümer ist insbesondere zu beachten, dass eine entsprechende Klage innerhalb eines Monats ab Beschlussfassung bei Gericht eingereicht werden muss. Wird diese Frist versäumt, ist die Anfechtung ausgeschlossen.