Bronhofer02 sml2 Lukac02 sml

Ihre Ansprechpartner für das Arbeitsrecht:

Dr. Nils Bronhofer

Maja Lukač

Bronhofer Lukač Langlotz & Partner

Sendlinger-Tor-Platz 5

80336 München

T: 089/ 9090155-0

F: 089/ 9090155-90

info@bronhofer.de

Zeugnis

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Erteilung eines Zeugnisses, das sich auf Art und Dauer der Beschäftigung (einfaches Zeugnis) erstreckt.

Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist auch der Leistungsbereich und der Führungsbereich im Zeugnis zu bewerten. Man spricht dann von einem so genannten qualifizierten Zeugnis.

Stellt der Arbeitgeber zu Unrecht ein falsches Zeugnis, so unterliegt er der Haftung, wenn er dies zu verschulden hat. Voraussetzung ist ferner, dass dem Arbeitnehmer durch die Fehlbeurteilung ein Schaden entstanden ist. Die Darlegungs- und Beweislast hierfür trägt der Arbeitnehmer.

Das Zeugnis muss in schriftlicher Form (Schriftform) ausgestellt werden. Die regelt die Gewerbeordnung, § 109 i.V.m. § 6 Absatz 2 Gewerbeordnung (GewO).

Während des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer ein Anspruch auf Erteilung eines Zwischenzeugnisses; etwa regelmäßig dann, wenn im Unternehmen die Geschäftsführung oder nur der persönliche Vorgesetze wechselt. Letzteres kommt insbesondere bei einer Versetzung oder dem freiwilligen Wechsel des Arbeitsbereiches im gleichen Unternehmen durch den Arbeitnehmer vor. Auch Auszubildende (Azubis) haben einen Zeugnisanspruch; dieser besteht neben dem Anspruch auf ein Prüfungszeugnis, vgl. § 16 BBiG.

Differenziert nach dem Zeitpunkt der Zeugnisausstellung gibt es verschiedene Zeugnisarten: das Endzeugnis, das zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erteilt wird. Daneben das Zwischenzeugnis, das im weiter bestehenden Arbeitsverhältnis erteilt wird und das vorläufige Zeugnis, das erteilt wird, wenn das Ende des Arbeitsverhältnisses absehbar ist, etwa weil eine Kündigung im Raum steht oder das Arbeitsverhältnis durch Zeitablauf enden wird (Befristung, befristetes Arbeitsverhältnis).