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Ihre Ansprechpartner für das Arbeitsrecht:

Dr. Nils Bronhofer

Maja Lukač

Bronhofer Lukač Langlotz & Partner

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Arbeitnehmerhaftung

Arbeitnehmer werden qua Direktionsrecht / Weisungsgebundenheit auf Anweisung des Arbeitgebers tätig. Regelmäßig haben Arbeitnehmer folglich kaum Einfluss auf die innerbetrieblichen Abläufe und drohenden Gefahren, die bei der Erbringung der Arbeitsleistung entstehen. Darüber hinaus ist der einzelne Arbeitnehmer bei der heutigen Technisierung außerstande, mit seinem Arbeitsverdienst die meist erheblichen Schadenspositionen - etwa bei Schäden an komplexen Maschinen oder Computern - auszugleichen. Der Arbeitnehmer unterliegt folgerichtig nur bedingt der Haftung Sachschäden oder Vermögensschäden, die er dem Arbeitgeber oder Dritten (etwa Kollegen oder Geschäftspartner des Arbeitgebers) bei Ausübung seiner Tätigkeit zugefügt hat.

Das Ausmaß seiner Haftung hängt vom Grad seines Verschuldens ab.

Faustformel hierbei: "der Arbeitnehmer haftet nicht bei leichtester Fahrlässigkeit, er haftet aber regelmäßig voll, wenn sein Handeln mit grober Fahrlässigkeit erfolgt ist; bei mittlerer Fahrlässigkeit erfolgt eine Haftungsteilung". Überblicksweise kann für Schäden, die Arbeitnehmer bei betrieblich veranlasster Tätigkeit verursacht haben, auf folgenden Haftungsabstufung verwiesen werden:

  • Bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer regelmäßig voll, d.h. auf Ersatz des gesamten Schadens
  • Bei mittlerer Fahrlässigkeit wird der Schaden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt, und zwar unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls
  • Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer grundsätzlich nicht.