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Ihre Ansprechpartner für das Arbeitsrecht:

Dr. Nils Bronhofer

Maja Lukač

Bronhofer Lukač Langlotz & Partner

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Abmahnung

Der Ausspruch einer arbeitsrechtlichen Abmahnung ist regelmäßig statthaftes Mittel, mit dem der Arbeitgeber - aber auch der Arbeitnehmer - auf Pflichtverstöße und Pflichtwidrigkeiten gegen den Arbeitsvertrag hinweist ("Hinweisfunktion der Abmahnung").

Bei einer wirksamen Abmahnung verbindet der Abmahnende mit der Beanstandung zugleich die Warnung ("Warnfunktion der Abmahnung"), dass im Falle der Wiederholung der gleichen Pflichtverletzung ("Wiederholungsfall") der Abgemahnte mit einer Kündigung zu rechnen hat. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit ist vor jeder Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen immer eine vorausgehende und inhaltlich bestimmte Abmahnung als sogenanntes „milderes Mittel“ erforderlich.

Wer von seinem Arbeitgeber abgemahnt worden ist, sollte folgende Vorgehensweise in Betracht ziehen:

  • Sicherstellung von Beweisen, die belegen, dass die Abmahnung rechtswidrig ist
  • Im Anschluss sollte eine Gegendarstellung abgegeben werden und vom Arbeitgeber verlangt werden, dass er die Gegendarstellung zur Personalakte nimmt (Anspruch aus § 82 II BetrVG).
  • Schließlich besteht die Möglichkeit, sich beim Betriebsrat zu beschweren (§ 84 BetrVG). Ultima ratio ist die Erhebung einer Klage auf Rücknahme der Abmahnung beziehungsweise gerichtet auf Entfernung aus der Personalakte.

Bronhofer Lukač Langlotz & Partner unterstützen Sie gerne beratend bei der schwierigen Frage, ob eine Abmahnung formellen und materiellen Ansprüchen der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung genügt. Nötigenfalls werden Ihre Rechte konsequent und mit der nötigen Portion Fingerspitzengefühl umgesetzt.